Exkursion der 10.Klassen

Die 10. Klassen der Staatlichen Regelschule Worbis unternahmen im Oktober 2012 eine Exkursion zur Gedenkstätte Mittelbau Lager Dora.

Die Geschichtslehrer, Frau Weber und Herr Thieme, bereiteten durch die Vermittlung von Grundwissen über den Nationalsozialismus in Deutschland den fruchtbaren Boden, auf den die Informationen der Mitarbeiter der Gedenkstätte fielen.
Das 5-stündige Programm war abwechslungsreich gestaltet, so dass die Aufmerksamkeit der Jugendlichen trotz  anstrengenden Stoffes erhalten blieb.
Alle Schüler bestätigen einen immensen Wissenszuwachs durch diese Erfahrung.
Die Schüler stellten ihre Eindrücke im Anschluss schriftlich dar, denn eine Erinnerung an den Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers sollte es geben.
Fotos wollte schließlich niemand machen, waren unsere Gesichter doch gezeichnet vom Gesehenen und Erlebten.

Wir teilen unsere Gedanken mit.
Auszüge aus Aufsätzen:

„Geschockt verließen wir das Gebäude mit vielen offenen Fragen, die uns im Anschluss beantwortet wurden….zur Mittagspause in die Cafeteria. Doch ich hatte nicht all zu großen Hunger… Die Darstellung von all den Grausamkeiten… war mir auf den Magen geschlagen.“

„Die meisten Menschen, die in dem Stollen arbeiteten, sind nie wieder herausgekommen…Ich bekomme Gänsehaut bei diesem Gedanken. Der Stollen war so dunkel und kalt…nicht mitbekommen, ob Tag oder Nacht war… dass die Menschen nach einigen Wochen kein Zeitgefühl mehr hatten..“

„Es kochte eine Wut… in mir hoch. Warum haben Menschen anderen Menschen so etwas angetan?“

„Meiner Meinung nach war das das Schlimmste, was es je in Deutschland gab, sinnlos Leute umzubringen, nur weil sie anderer Glaubensrichtungen waren oder Ausländer, Juden…Ich finde es sehr grausam… wie die Leute umgebracht wurden. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, wäre das das Erste, was nicht hätte passieren dürfen. Hoffentlich  …. nie wieder und ich hoffe, dass… viele meiner Meinung sind.“

„Auf dem Boden konnte man die Namen sehr vieler verschiedener Länder erkennen……haben erfahren, dass mache ehemaligen Häftlinge.. jedes Jahr zu der Stätte kommen, um der Toten zu gedenken.“ 

„In diesem Museum gab es Computer… mit den Kopfhörern….. Männer, die es überlebten.
Es waren Interviews, in denen sie erzählen, wie diese Zeit für sie war….“

„… stellte mir im Kopf die Frage, wie man so grausam sein und Menschen solch unwürdigen  Bedingungen aussetzen kann.“

„Dann war die Rückfahrt, ich dachte viel nach und wollte mich ablenken. Aber ich war froh darüber, so etwas gesehen zu haben und dass es vorbei ist….. dass mir bei dem Gedanken an den Stollen immer noch kalt wird und auch Mitleid hochkommt.“

„… dass man so etwas gesehen haben muss, um darüber urteilen zu können und um sich eine Vorstellung zu machen.“

„.. dass genau da, wo wir standen, die knallharte Realität stattfand.“

„Das wenige Essen und die ständige harte Arbeit…. können von Glück sagen, dass sie überlebt haben. Aber ich denke nicht, dass sie einfach so weitergelebt haben  wie vor dem Lager. Sie müssen doch Albträume gehabt haben, überall …. Tote und keiner interessierte sich dafür.“

„ Es war für mich erschreckend, wie jung diese Leute … waren.“

„Ich habe mich sehr darüber erschrocken, dass Jugendliche in unserem Alter schon im Konzentrationslager inhaftiert wurden. Und warum? Weil sie Juden waren oder z. B. im polnischen Widerstand gewesen sind. Das konnte ich irgendwie gar nicht verstehen….“

„Das für meine Begriffe sinnlose Verhalten der Nazis…Wie kann man Menschen, die genauso sind wie du und ich, so etwas antun?“

„Ich hatte Angst, als ich mir vorstellte, dass die Menschen dort … brutal zusammengeschlagen oder totgeschlagen wurden…. froh, als wir wieder draußen waren… Überraschend war für mich, dass der größte Teil des Lagers im Wald lag. Dies hätte ich mir noch gerne angeschaut.
Zwischendurch hatten wir eine Pause, was ich gut fand, um das Erzählte zu verarbeiten.“

„Vor uns lag ein Stein, der beschriftet war mit Religionen, Nationen und Gesellschaftsgruppen. Ich denke, um jeden zu ehren, der hier sein Leben gelassen hat.Wer nicht dem Idealbild entsprach, wurde hierher gebracht……wenn  man eine andere Meinung hatte.“

„… (diesen Abschnitt) der deutschen Geschichte weitergeben an die nächste Generation.“

„einen Film gezeigt…Diese Szenen waren wirklich erschütternd…. Berge von toten Häftlingen … traurig und widerlich zugleich …. Fotos und Dokumente sehen ….
Zeit gekommen abzureisen, was sehr schade war. Ich hätte gern mehr von dem Gelände gesehen …..  Als ich wieder zu Hause war, habe ich mir Gedanken über den Ausflug gemacht … muss ich sagen, dass ich einen weiteren Besuch dort nicht abschlagen würde.“

 

 

 

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